Dez
8
2013

Architekturfotografie für Einsteiger

Das fotografieren von Gebäuden ist ein sehr guter Start für Neulinge in der Fotografie. Nahezu überall finden sich schöne und spannende Häuser und Gebäude die es wert sind abgelichtet zu werden. Besonders spannend: Je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen können Gebäude eine gänzlich unterschiedliche Wirkung entfalten.

Nahezu jeder hat schon Erfahrungen in Sachen Architekturfotografie gesammelt. Doch meistens eher unbewusst im Urlaub oder auf einer Städtereise. Wer nun mehr als rein dokumentarische Aufnahmen machen und eher kreativ werden möchte, sollte sich ein wenig mit dem Thema Architekturfotografie befassen.

Nyhavn Kopenhagen

Nyhavn Kopenhagen

Zunächst sollten Sie (falls nicht schon geschehen) Ihre Sinne für das Betrachten von Gebäuden schärfen. Schließlich spielen Perspektive und Details in der Architekturfotografie eine sehr wichtige Rolle. Das bedeutet auch nicht einfach auf gut Glück auf den Auslöser zu drücken sondern sich zunächst in Ruhe ein Bild vom Gebäude und den Lichtverhältnissen zu machen. Suchen Sie sich die optimale Perspektive und fangen Sie dann erst an zu Knipsen.

Einsteiger und Urlauber neigen dazu Perspektiven zu bevorzugen die ein Gebäude vollständig erfassen und somit lediglich Dokumentieren. Doch solche Fotos wirken leicht gewöhnlich und unspannend. Wer nun ein bisschen mit der Perspektive experimentiert kann schnell Fotos schießen die wesentlich attraktiver wirken.

Ran ans Motiv!

Häufig unterschätzt in der Gebäudefotografie sind Detailaufnahmen. Dazu ist es von Vorteil wenn Sie über ein Teleobjektiv verfügen mit dem Sie an entfernte Details, wie eine Kirchturmspitze, heranzoomen können. Bei der Verwendung eines Teleobjektivs empfiehlt sich auch die Nutzung eines Stativs um Verwackler, die bei starkem Zoom leicht entstehen, zu vermeiden. Auch sollte eine größere Brennweite eingestellt werden. Wer ein wenig mit einem Teleobjektiv herumexperimentiert wird feststellen das bei vielen Gebäuden interessante Effekte wie Stauchungen auftreten was sehr spannend wirken kann. Wer nicht über solches Equipment verfügt hat leider keine andere Wahl als so gut wie Möglich an das Motiv heranzutreten.

Welches Bildformat?

Hochformat oder Querformat, das ist hier die Frage. Da der Mensch im Querformat schaut, neigt er auch dazu in diesem Format zu Fotografieren. Doch nicht jedes Motiv eignet sich dafür. Ein Turm wirkt beispielsweise weit weniger imposant wenn er im Querformat abgelichtet wurde. Dank der digitalen Fotografie können auch problemlos Aufnahmen in beiden Formaten angefertigt werden und dann, je nach Verwendungszweck, entschieden werden welches Format verwendet wird.

Welcher Ausschnitt?

Linien, Kurven Farben… Es gibt viele Dinge auf die man seinen Schwerpunkt in der Architekturfotografie legen kann. Erlaubt ist was gefällt, vielleicht möchten Sie ja eine kleine Aufnahmenserie über Fachwerkhäuser mit vielen Holzverzierungen machen? Sie sollten nur beachten dass Ihr Schwerpunkt auf Motiven liegen sollten die auch in ausreichender Menge vorhanden sind damit Sie nicht die Lust am Fotografieren verlieren weil die Wege zu entsprechenden Motiven zu weit sind.

Letzte Tipps:

Wenn Sie Einsteiger sind: Vertrauen Sie ruhig auch mal der Programmautomatik, besonders bei Gebäuden leisten diese in der Regel gute Arbeit und versprechen schnelle Erfolgserlebnisse.
Auch bei der Fokussierung kann auf die technischen Hilfsmittel zurückgegriffen werden, so können Sie sich ganz auf das Motiv und den Bildausschnitt konzentrieren. Auch Belichtungskorrekturen sind in den meisten Fällen nicht nötig.

Aufgepasst: Bei einigen Gebäuden wie manchen Rathäusern oder (U-) Bahnhöfen ist das Fotografieren nur unter bestimmten Vorraussetzungen erlaubt. Erkundigen Sie sich also zunächst ob das Fotografieren erlaubt ist damit Sie keine bösen Überraschungen erleben.

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