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2012
Bewegte Objekte Fotografieren
Bilder die Bewegte Motive zeigen können ganz besondere Spannungen erzeugen. Doch oft sind die schönsten Momente in Buchteilen einer Sekunde vorbei und das Motiv verliert an Spannung.
Man denke nur an Sportler, die in einem Moment höchster Anstrengung aufgenommen wurden. Mit etwas Geschick und letztlich auch Glück können so ganz besondere Fotos entstehen. Die Kunst liegt darin den entscheidenden Moment einzufrieren und auf Foto festzuhalten.
Die wichtigste Vorraussetzung für ein gelungenes Foto einer Bewegung ist eine kurze Belichtungszeit einzustellen. Je schneller sich das festzuhaltende Motiv bewegt, desto kürze sollte die Belichtungszeit eingestellt sein. Ein vorbeirasendes Auto benötigt eine kürzere Belichtungszeit um scharf abgebildet zu werden als ein gemütlich vor sich hintrabender Hund. Um ein Über- oder Unterbelichten des Bildes zu vermeiden können Sie durch veränderte Blenden- und ISO-Einstellungen einen Ausgleich schaffen.
Durch eine Vergrößerung der Blende (kleinere Blendenzahl) oder das Heraufsetzen des ISO-Wertes können Sie bei schlechten Lichtverhältnissen auch mit kurzer Belichtung tolle Fotos schießen. Das gilt andersherum natürliche ebenfalls, wenn Sie vermeiden wollen dass zu viel Licht auf den Sensor kommt.
Sollte Ihre Kamera keine manuelle Einstellung der Belichtungszeit zulassen, so sollten Sie auf das in der Regel bei allen Kameras vorhandene Sportprogramm umschalten. Dieses Sportprogramm stellt die Kamera je nach Lichtverhältnissen so ein, dass auch schnelle Bewegungen scharf festgehalten werden können.
Unschärfe als Effekt
Hohe Schärfe ist aber nicht für jedes Motiv die beste Wahl. Manchmal schafft eine bewusst gewählte Unschärfe eine erhöhte Dynamik auf einem Foto. Denn: Je schärfer ein Motiv ist, desto statischer wirkt es. Durch sogenannte Bewegungsunschärfe kann die Bewegung eines Motivs auf das Bild übertragen werden.
Je stärker diese Bewegungsunschärfe ausfällt umso schneller wirkt die Bewegung auf dem Foto. Um diese Unschärfe zu erreichen müssen Sie die Belichtungszeit Ihrer Kamera etwas erhöhen. Leider kommen hier die meisten Kompaktkameras an ihre Grenzen. Auch der Einsatz eines Stativs ist hier zu empfehlen, da die lange Belichtungszeit mit der Hand nur schwer ohne Verwackler gehalten werden kann. Hier empfiehlt es sich ein bisschen zu üben um im entscheidenden Moment ein Gefühl für die passende Belichtungszeit zu haben.
Ein weiterer Bereich in dem Bewegungsunschärfe Ihre Wirkung schön entfalten kann ist Wasser. Ein Wasserfall oder Springbrunnen der mit einer kurzen Belichtungszeit fotografiert wurde wirkt statisch, die Wassertropfen hängen wie festgefroren im Bild. Eine etwas längere Belichtungszeit lässt das Wasser ruhig und weich dahinfließen.
Ein ähnlicher Effekt kann so auch bei Nachtaufnahmen erreicht werden. Wer kennt sie nicht, die Aufnahmen vorbeifahrender Autos von denen lediglich die Lichter als weiße und rote Strahlen zu erkennen sind?
Ein weiterer Effekt: Der Kameraschwenk
Eine weitere Möglichkeit bewegte Motive in Szene zu setzen ist ein sogenannter Kameraschwenk. Bei dieser Technik wird die Kamera mit selben Tempo mit dem Moitv mitbewegt. So entstehen Fotos auf denen der Bewegte Part scharf und der Rest des Bildes unscharf ist. Ungewohnt für das menschliche Auge, aber umso spektakulärer.
Diese Technik erfordert allerdings einiges an Übung. Die schnellsten Erfolge erzielen Sie wenn Sie zunächst Motive auswählen, die sich in einem gleichmäßigen Tempo fortbewegen. Etwa fahrende Autos oder Radfahrer. Später können Sie sich dann an Motive wie fliegende Vögel heranwagen. Wichtig ist das die Position des Motivs im Sucher währen Sie die Kamera bewegen stets gleich bleibt, nur so kann das Motiv auch scharf abgebildet werden.
Sie werden sehen mit ein wenig Übung können Sie schon bald spannende Fotos von bewegten Objekten schießen, es ist gar nicht so schwer. Probieren Sie es aus.
Bewegte Objekte Fotografieren,
Ein Beitrag von Frank







