Jan
1
2012

Die richtige Blendeneinstellung finden

Um richtig mit einer Spiegelreflexkamera zu fotografieren, muss man wissen, wie die Blende richtig und sinnvoll eingestellt wird. Die Blendeneinstellung beeinflusst die Tiefenschärfe/Schärfentiefe des entstehenden Bildes. Je größer die Blende gewählt wird (je größer die Blende, desto kleiner die Blendenzahl, z.B. Blende 22 = geschlossene Blende, 4,5 = offene Blende) desto mehr Licht fällt auf den Film/Sensor. Das bedeutet, dass später auf dem Foto eine geringere Schärfentiefe zu sehen sein wird.

Schärfentiefe und Tiefenschärfe im Zusammenhang mit der gewählten Blende

Eine große Blende lässt den Hintergrund verschwimmen

Eine große Blende lässt den Hintergrund verschwimmen

Wie bereits erwähnt, hat die gewählte Blende etwas mit der Schärfe des gesamten Bildes zu tun. Je kleiner die Blende gewählt ist, desto schärfer sind Objekte im Vorder- und im Hintergrund. Diese Einstellung eignet sich am besten für Landschaftsaufnahmen. Dabei ist dann die Weide im Vordergrund genauso scharf zu erkennen, wie die Berge im Hintergrund. Für Portraits, bei denen es auf das Motiv, die zu fotografierende Person, ankommt, ist es sinnvoll, eine geringe Schärfentiefe anhand einer großen Blendenöffnung zu erzielen. Bei diesen Bildern ist die aufgenommene Person scharf und der Hintergrund, z.B. Bäume, unscharf. Je nach dem welches Objektiv man hierbei wählt, kann man die Schärfe und Unschärfe noch mehr beeinflussen. Hier gilt, je kleiner das Objektiv (Makro oder Weitwinkel), desto kleiner die Schärfentiefe.

Verschiedene Objektive

Für Spiegelreflexkameras, egal ob analoge oder digitale, gibt es verschiedene Objektive, die man je nach Fotosituation austauschen kann. Neben den bekannten Zoom-Objektiven gibt es auch Objektive mit Festbrennweiten. Das bedeutet, dass man nicht zwischen z.B. 70 und 150 mm wählen kann, sondern dass einem nur 150 mm oder nur 70 mm zur Verfügung stehen.

Je größer ein Objektiv ist (Weitwinkel- und Makroobjektive sind die Kleinsten, Teleobjektive die Größeren) desto mehr Licht schluckt es. Ein 500er Teleobjektiv hat oft nur 2 oder 3 große Blenden zur Verfügung, da das Licht nicht für kleine Blenden ausreichen würde. Es gibt Teleobjektive mit Zoom von 200 – 500 mm, oder auch 400 – 1000 mm, die auf Grund spezieller Bearbeitung der verwendeten Linsen durchgängig hohe Lichtstärken haben und somit auch mit kleineren Blenden arbeiten kann.

Blenden und Belichtungsdauer

Je kleiner eine Blende eingestellt ist, desto weniger Licht trifft auf den Film/Sensor und desto länger muss belichtet werden. Ist die Blende weit geöffnet, muss die Belichtungszeit angepasst werden. Viele Kameras haben eine Automatikeinstellung, welche das Zusammenspiel zwischen Blende und Belichtungszeit automatisch regelt, ohne dass der Fotograf hier Hand anlegen muss.

Blendeneinstellung als Tutorial

Um das Erklärte zu verdeutlichen möchte ich hier ein Video zeigen das veranschaulicht wie man mit der richtigen Blendeneinstellung ein Motiv vom Hintergrund löst.

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2 Comments + Add Comment

  • Hallo auch, aber irgendwie komme ich mit den einleitenden Worten (große Blende kleine Blende) durcheinander.
    Eine kleine Blendenzahl(2.8) ist eine große Öffnung und somit eine kleine Schärfentiefe.
    Eine große Blendenzahl (16) ist eine kleine Öffnung und somit eine große Schärfentiefe.
    Somit müßte es doch im Text heißen: Blende 22 = geschlossene Blende; Blende 4.5 = geöffnete Blende. Bei den beigefügten Bildern stimmt alles. Oder verstehe ich den Text nicht richtig? Würde mich auf eine Antwort freuen. Gruß aus Hamburg Jens

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    • Hallo Jens, vielen Dank für deine Anmerkung. Der Fehler ist korrigiert.

      Viele Grüße

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